Über mich

Hauptberuflich bin ich Sicherheitsfachkraft in einem internationalen Konzern für Digitalisierung, Energie- und Medizintechnik. Die Arbeit einer Sicherheitsfachkraft kann man in einem Begriff zusammenfassen, nämlich: „Prävention“. Das bedeutet, schon vorher dafür zu sorgen, dass danach nichts passiert. Das Ziel: Alle Mitarbeiter gehen am Abend genauso gesund nach Hause, wie sie in der Früh gekommen sind.
Verschiedenste „Skills“ sind dabei von Vorteil, um dieses Ziel bestmöglich umzusetzen. Zum Beispiel: technisches Verständnis, strukturiertes Arbeiten, über den Tellerrand blicken können … und natürlich aufmerksames „Zuhören“. Warum ist das so wichtig? Einerseits muss man sich als Sicherheitsfachkraft die Tätigkeiten bei der Arbeit genauestens ansehen, um Gefährdungen zu erkennen und entsprechende Maßnahmen ableiten zu können. Dazu muss man sich mit den Mitarbeitern unterhalten, Fragen stellen und bei den Antworten gut zuhören. Nur so bekommt man ein klares Bild von den Arbeitsabläufen. Der zweite Grund geht aber noch etwas tiefer. Denn die meisten Unfälle passieren durch den „Faktor Mensch“. Nun gibt es zwei Faktoren, warum Menschen sich so verhalten wie sie sich nun einmal verhalten. Einerseits deshalb, weil unser Gehirn evolutionstechnisch darauf programmiert ist, Energie zu sparen. Deshalb nehmen wir immer den Weg des geringsten Widerstandes. Der zweite Faktor sind die individuellen inneren Werte. Wir entscheiden immer aufgrund unserer „hohen“ Werte. Und beides zusammengenommen ist meistens nicht das Verhalten, welches für die Arbeitssicherheit von Vorteil ist. Zuhören ist daher notwendig, um sich in jeden Menschentyp hineinversetzen zu können, um so die wahren Motivationen und Werte zu erkennen. Dies erreicht man aber nicht durchs „Reden“, sondern ausschließlich nur durchs „Zuhören“. Hat man die Werte und die wahren Beweggründe eines Menschen schließlich erkannt, so versteht man auch sein Verhalten. Und wenn man das Verhalten versteht, so ist das wiederum die Basis für jedes weitere Gespräch, in dem sich der andere auch „wirklich“ verstanden fühlt. Denn nur wenn sich der andere auch wirklich verstanden fühlt, so kann er danach auch andere Sicht- und Verhaltensweisen zum Thema „Sicheres Arbeiten“ annehmen …
Ein wichtiger Meilenstein rund um das Thema „Zuhören“ war meine Ausbildung und jahrelange Tätigkeit in einem Kriseninterventionsteam. Was lernt man dabei? Zuhören … Für viele die schwierigste Sache überhaupt. Selbst die Besten von uns tappten immer wieder in die Fallen von „Ratschläge geben“, „Unterbrechen“ und „Persönliche Sichtweisen hineininterpretieren“. Echtes Zuhören, also dem anderen lange Zeit tief in die Seele blicken zu können, erfordert wahrlich jahrelanges Training. Und die Erfahrung hat gezeigt: Jeder Klient – wirklich jeder – der sich durch echtes Zuhören wirklich verstanden fühlte, fühlte sich danach auch wirklich besser …
Meine Erkenntnisse aus der Krisenintervention:
- Jedes Problem lässt sich lösen. Erstens.
- Jedes Problem trägt bereits die Lösung in sich. Zweitens.
- Drittens: Die Lösung kennt jeder selbst, jedoch ist sie niemandem auch wirklich in vollem Umfang bewusst.
- Und viertens: Wenn einem ein anderer Mensch wirklich zuhört, so fällt es leicht, im Gedankenwirrwarr zur inneren Lösung durchzudringen und diese auch wirklich zu erkennen.
Des Weiteren war meine 15-jährige Tätigkeit im Kundendienst eines Telekommunikationsanbieters der Grundstein für die Erkenntnis, was aufmerksames Zuhören offenbar bewirken kann. Ich war in dieser Zeit in über 50.000 Privathaushalten. Die Kunden wollten ihren Anschluss für Fernsehen, Telefon und/oder Internet und natürlich redete man dazwischen auch Privates. Und der roten Faden war, dass ich ständig von den Kundinnen und Kunden zu hören bekam: „Also was ich Ihnen jetzt erzählt habe, das habe ich meinem Mann / meiner Frau in über 30 Jahren nicht erzählt.“ Einem wildfremden Menschen wird offenbar mehr erzählt, als dem eigenen Partner im gesamten gemeinsamen Leben … Ich tat nichts anderes als einfach nur zuzuhören und offenkundiges Interesse und Verständnis zeigen. Und schon sprudelte aus den Kunden alles heraus was ihnen so am Herzen lag …
Was möchte ich noch von mir erwähnen? Ich kann auf einer Hand diejenigen Menschen aufzählen, bei denen „ich“ das Gefühl hatte, dass sie mir auch wirklich zuhören. Und zwar für mehrere Minuten. Aufmerksam, einfühlsam und ohne jegliche Vorurteile. Wo weder an Lösungen gearbeitet, noch Ratschläge gegeben oder das Gesagte unter dem eigenen Blickwinkel des Zuhörers interpretiert wurde. Menschen dieser Art sind selten. Es gibt sie, aber sie sind sehr, sehr rar.
Was hat mich nun bewogen, diese Website ins Leben zu rufen und „Zuhören“ anzubieten? Weil ich eben immer wieder von Freunden, Kollegen, Kunden, Bekannten und Unbekannten die gleichen Feedbacks bekam: „Du kannst echt gut zuhören“, „Du bist besser als jeder Psychologe“, „Bei Ihnen hatte ich zum ersten Mal das Gefühl, wirklich verstanden worden zu sein“, „Bei Ihnen konnte ich mir endlich einmal alles von der Seele reden“, usw.
Offenbar können sich Menschen in meiner Gegenwart sehr gut und sehr rasch öffnen. Also warum das Ganze nicht gleich „professionell“ anbieten? So entstand „Zuhören.jetzt“ …
Ich möchte aber auch in dieser Rubrik eindeutig festhalten, dass ich mich zur Arbeit der Lebens- und Sozialberater, Psychologen, Psychotherapeuten, usw. klipp und klar abgrenze. Auch wenn meine Erfahrungen gezeigt haben, dass man durch echtes Zuhören in kurzer Zeit oft mehr erreichen kann, als durch strukturierte „anerkannte“ Methoden reglementierter Gewerbe, so seien Sie sich bitte bewusst, dass ich einzig und allein nur „Zuhören“ ohne jeglicher Gewähr oder Garantie auf etwaige subjektiv zu erwartende Erfolge anbiete.
© by Ing. Peter Knopf